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Angst & Panik

Panikattacke: Symptome erkennen und was du jetzt tun kannst

Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder plötzlich starke Angst? Erfahre, wie sich eine Panikattacke äußert, was akut helfen kann und wann Unterstützung sinnvoll ist.

Frau lehnt mit der Hand auf der Brust an einer Hauswand in einer belebten Innenstadt
12 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026 Geprüft durch Wiebke Zink

Das Herz rast plötzlich. Die Atmung wird schneller. Vielleicht wird dir schwindelig oder du hast das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

Und obwohl objektiv gerade nichts passiert, fühlt es sich in diesem Moment überhaupt nicht so an.

Eine Panikattacke kann sehr intensiv sein. Typisch sind plötzlich auftretende starke Angst und körperliche Symptome wie Herzklopfen, Atemnot, Zittern, Schwindel, Engegefühl oder Schwitzen.

Besonders beim ersten Mal fragen sich viele Betroffene: „Was passiert gerade mit mir?“ Oder sogar: „Ist das gefährlich?“

Die Symptome können sehr beängstigend sein. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten, mit einer akuten Panikattacke umzugehen und langfristig besser zu verstehen, was dahintersteckt.

Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende Phase intensiver Angst oder starken Unbehagens.

Der Körper schaltet dabei innerhalb kurzer Zeit in einen ausgeprägten Alarmzustand. Herzschlag, Atmung und Muskelspannung verändern sich, obwohl möglicherweise keine tatsächliche Gefahr besteht.

Eine Panikattacke kann scheinbar aus dem Nichts entstehen. Manchmal gibt es aber auch erkennbare Auslöser, etwa Stress, bestimmte Situationen oder die Angst vor einer erneuten Attacke.

Ein wichtiger Unterschied

Eine einzelne Panikattacke bedeutet noch nicht automatisch, dass eine Panikstörung vorliegt. Bei einer Panikstörung treten Panikattacken wiederholt auf und Betroffene beschäftigen sich häufig intensiv mit der Angst vor der nächsten Attacke oder beginnen, bestimmte Situationen zu vermeiden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen informiert ausführlicher über Panikstörungen.

Wie fühlt sich eine Panikattacke an?

Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Viele beschreiben aber ein sehr ähnliches Gefühl: Der Körper reagiert plötzlich so stark, dass es schwerfällt zu glauben, dass „nur“ Angst dahinterstecken könnte.

Typische Symptome einer Panikattacke können sein:

  • Herzrasen oder starkes Herzklopfen
  • Druck oder Engegefühl in der Brust
  • Schnelle oder als schwierig empfundene Atmung
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Zittern und Schwitzen
  • Übelkeit
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Hitze- oder Kältegefühl
  • Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
  • Starke Angst zu sterben oder ohnmächtig zu werden
  • Gefühl, die Umgebung oder sich selbst als unwirklich wahrzunehmen

Nicht jeder erlebt alle diese Symptome. Bei manchen stehen die körperlichen Beschwerden im Vordergrund. Andere erleben vor allem eine plötzlich überwältigende Angst.

Können Panikattacken auch „still“ sein?

Im Internet wird häufig nach einer „stillen Panikattacke“ gesucht.

Der Begriff „stille Panikattacke“ ist keine eigenständige medizinische Diagnose. Gemeint sind meist Panikattacken oder starke Angstsymptome, die für Außenstehende kaum sichtbar sind.

Du sitzt vielleicht weiterhin in einem Meeting oder in der Bahn, während innerlich alles Alarm schlägt. Das kann genauso belastend sein wie eine nach außen deutlich sichtbare Panikattacke.

Was hilft bei einer Panikattacke sofort?

Während einer Panikattacke möchte man meistens nur eines: Dass sie endlich aufhört. Ein paar Dinge können helfen, den Körper wieder etwas aus dem Alarmzustand herauszubringen.

  1. 01

    Versuch, deine Atmung nicht weiter zu beschleunigen

    Bei Angst beginnen viele Menschen automatisch schneller und flacher zu atmen. Versuche nicht, besonders tief oder schnell zu atmen. Richte deine Aufmerksamkeit stattdessen auf ein ruhiges Ausatmen und lasse die Ausatmung etwas länger dauern als die Einatmung. Es geht dabei nicht darum, einen bestimmten Rhythmus perfekt einzuhalten.

  2. 02

    Orientiere dich an deiner Umgebung

    Schau dich bewusst um. Was siehst du? Was hörst du? Was spürst du gerade unter deinen Füßen oder Händen? Das kann helfen, die Aufmerksamkeit wieder stärker ins Hier und Jetzt zu bringen.

  3. 03

    Erinnere dich daran, was gerade passiert

    „Mein Körper ist gerade im Alarmmodus. Das fühlt sich gefährlich an, bedeutet aber nicht automatisch, dass tatsächlich eine Gefahr besteht.“

Versuche nicht, die Panik mit Gewalt wegzudrücken. Das kann zusätzlichen Druck erzeugen.

Wichtig bei neuen oder ungewöhnlichen Beschwerden

Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Herzrasen können auch körperliche Ursachen haben. Gerade wenn solche Symptome zum ersten Mal auftreten, ungewöhnlich stark sind oder sich anders anfühlen als bekannte Panikattacken, solltest du sie medizinisch abklären lassen. Bei starken akuten Beschwerden oder wenn du nicht einschätzen kannst, ob ein medizinischer Notfall vorliegt, wende dich an den Notruf 112.

Warum bekommt man Panikattacken?

Es gibt selten den einen Auslöser. Panikattacken können beispielsweise mit länger anhaltendem Stress, psychischer Belastung oder bestimmten Angstsituationen zusammenhängen.

Auch die Angst vor körperlichen Symptomen selbst kann eine Rolle spielen.

  1. 01

    Körperempfindung

    „Mein Herz schlägt schneller.“

  2. 02

    Beunruhigender Gedanke

    „Warum passiert das?“

  3. 03

    Mehr Angst

    Der Körper reagiert stärker.

  4. 04

    Noch mehr Symptome

    „Da stimmt wirklich etwas nicht.“

So kann ein sich selbst verstärkender Kreislauf entstehen: Körperliche Veränderungen werden als bedrohlich interpretiert, die Angst nimmt zu und verstärkt wiederum die körperlichen Symptome. Das bedeutet nicht, dass du dir die Symptome einbildest. Die körperlichen Reaktionen sind real.

Panikattacke, Panikstörung oder generalisierte Angststörung?

Diese Begriffe werden häufig miteinander vermischt. Sie beschreiben aber nicht genau dasselbe.

Panikattacke

Ein einzelner Zustand intensiver Angst.

Panikstörung

Wiederholte Attacken und häufig starke Angst vor weiteren Attacken.

Generalisierte Angststörung

Anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgen über unterschiedliche Lebensbereiche.

Menschen mit einer generalisierten Angststörung beschreiben häufig eher: „Mein Kopf findet immer etwas Neues, worüber ich mir Sorgen machen kann.“

Panikattacken können bei verschiedenen Angststörungen auftreten, müssen es aber nicht.

Was tun, wenn Panikattacken immer wiederkommen?

Nach einer Panikattacke entwickelt sich bei vielen Menschen Angst vor einer erneuten Attacke.

Schlägt mein Herz schon wieder schneller?
Was, wenn es im Supermarkt passiert?
Was, wenn ich auf der Autobahn nicht wegkomme?

Und irgendwann werden bestimmte Situationen lieber vermieden. Das kann kurzfristig beruhigen, die Angst langfristig aber immer stärker in den Alltag hineinziehen.

Spätestens wenn du Situationen meidest, deinen Alltag nach möglichen Panikattacken planst oder ständig auf körperliche Anzeichen achtest, lohnt es sich, professionelle Unterstützung hinzuzuziehen.

Kann Stress Panikattacken auslösen?

Stress kann eine Rolle spielen. Gerade nach längeren Phasen hoher Belastung berichten manche Menschen, dass die erste Panikattacke scheinbar völlig unerwartet auftritt. Manchmal passiert sie sogar erst dann, wenn die stressige Situation eigentlich vorbei ist.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Panikattacke automatisch auf Stress zurückzuführen ist. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur die einzelne Attacke zu betrachten, sondern die gesamte Situation:

  • Wie geht es dir momentan?
  • Wie schläfst du?
  • Wie hoch ist deine Belastung?
  • Gibt es Situationen, die du inzwischen vermeidest?
  • Wie häufig treten die Beschwerden auf?

Wann solltest du dir Unterstützung holen?

Du musst nicht warten, bis Panikattacken deinen gesamten Alltag bestimmen.

Unterstützung kann bereits sinnvoll sein, wenn:

  • Du erlebst wiederholt Panikattacken.
  • Du hast ständig Angst vor der nächsten Attacke.
  • Du vermeidest bestimmte Orte oder Situationen.
  • Deine Gedanken kreisen immer häufiger um körperliche Symptome.

Auch wenn du noch gar nicht weißt, ob es sich tatsächlich um Panikattacken handelt, kann ein professionelles Gespräch helfen, deine Situation besser zu sortieren.

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Über mich

Ich bin Janine Mendes, Psychologin (M.Sc.) mit klinischem Schwerpunkt sowie Psychotherapeutin (i.A.) mit verhaltenstherapeutischem Fokus. Neben meiner Online-Beratung arbeite ich als Bezugstherapeutin auf einer psychosomatischen Station und begleite dort Menschen mit unterschiedlichen psychischen Belastungen durch intensive therapeutische Prozesse.

In meiner psychologischen Beratung unterstütze ich Sie bei unter anderem:

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Meine Arbeitsweise ist psychologisch fundiert und orientiert sich an verhaltenstherapeutischen und schematherapeutischen Konzepten. Diese Methoden setze ich beratungsbezogen als bewährte psychologische Werkzeuge zur Reflexion, Orientierung und Stärkung Ihrer Handlungsmöglichkeiten.

Dabei betrachten wir aktuelle Herausforderungen und – sofern es für hilfreich ist – auch Erfahrungen und Prägungen aus Ihrem bisherigen Leben, die heute noch eine Rolle spielen. Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu machen, innere Prozesse besser einzuordnen und neue Perspektiven sowie konkrete Schritte für Ihren Alltag zu entwickeln.

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Bewertungen (1)

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Über mich

Sich mit belastenden Themen auseinanderzusetzen, ist oft nicht leicht. Umso wertvoller ist ein geschützter, vertrauensvoller Raum, in dem Sie sich gesehen und angenommen fühlen können. In unseren Sitzungen stehen Ihre Bedürfnisse & Ihr Befinden im Mittelpunkt.

Gemeinsam schaffen wir Klarheit und richten uns danach aus, was Ihnen gut tut, was Sie brauchen & was Sie stärkt – mit alltagsnahen Techniken & individuell abgestimmten Strategien.
Mein Ansatz ist ganzheitlich. Neben klassischen psychotherapeutischen Ansätzen integriere ich körperorientierte Techniken, um die Verbindung zwischen Psyche & Körper zu fördern.

Im Zentrum meiner Arbeit stehen Sie als Mensch in Ihrer ganzen Komplexität – mit Gefühlen, Erfahrungen, Ihrem Körpererleben & Ihren sozialen Bedingungen. Strukturelle Ungleichheiten (wie z. B. patriarchale Normen, Care-Arbeit-Verteilung, gesellschaftliche Rollenerwartungen, Diskriminierung oder ökonomischer Druck) beeinflussen unser seelisches und körperliches Erleben maßgeblich.

In meiner Arbeit ist es mir wichtig, diese Zusammenhänge mitzudenken, zu benennen und Raum dafür zu schaffen. Denn persönliche Belastungen entstehen nicht nur aus dem „Innen“ heraus, sondern sind auch von äußeren Strukturen geprägt.

Mir ist wichtig, dass Sie mit Ihrer Lebensrealität, Ihren Gefühlen und Bedürfnissen wirklich gesehen werden – als ganzer Mensch mit Ihrer individuellen Geschichte und Ihrem persönlichen Hintergrund.

Sie sind willkommen, so wie Sie sind – ob Sie aktuell Entlastung suchen oder eine längerfristige Begleitung wünschen. Ich begleite Sie dabei empathisch, wertschätzend & auf Augenhöhe.

Qualifikation

  • Von 09/2002 bis 07/2008 Studium Psychologie - Diplom (Universität Jena)
  • Von 11/2009 bis 11/2009 Heilkundeerlaubnis Psychotherapie
  • Von 02/2021 bis 06/2021 Traumasensitives Yoga - Ausbildung
  • Von 09/2021 bis 10/2022 Yoga-Ausbildung

Bewertungen (3)

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Häufige Fragen zu Panikattacken

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Panikattacken erreichen ihre stärkste Intensität häufig innerhalb relativ kurzer Zeit. Wie lange Beschwerden insgesamt wahrgenommen werden, kann jedoch unterschiedlich sein. Auch nach dem stärksten Moment können Unruhe und Erschöpfung noch eine Weile anhalten.

Kann man Panikattacken den ganzen Tag haben?

Eine einzelne typische Panikattacke hält normalerweise nicht den gesamten Tag auf maximaler Intensität an. Angst, Anspannung und wiederkehrende Panikwellen können sich allerdings über viele Stunden hinziehen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache professionell abgeklärt werden.

Warum kommen Panikattacken nachts?

Panikattacken können auch aus dem Schlaf heraus auftreten. Betroffene wachen dann beispielsweise mit Herzrasen, Atemnot oder intensiver Angst auf. Wiederkehrende nächtliche Beschwerden sollten medizinisch beziehungsweise psychologisch eingeordnet werden.

Was hilft gegen Panikattacken?

Akut können ruhigeres Atmen, Orientierung an der Umgebung und das bewusste Einordnen der Angstreaktion helfen. Bei wiederkehrenden Panikattacken ist es sinnvoll, die zugrunde liegenden Auslöser und Angstmechanismen professionell zu betrachten.

Kann man Panikattacken loswerden?

Panikattacken und die damit verbundene Angst können professionell behandelt werden. Welche Form der Unterstützung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. Ein pauschales Heilversprechen wäre deshalb unseriös.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung. Da Symptome einer Panikattacke teilweise körperlichen Erkrankungen ähneln können, sollten neue, starke oder ungewohnte Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Bei einem möglichen medizinischen Notfall wende dich an den Notruf 112.

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