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Angst & Panik

Agoraphobie überwinden: Wege zurück in einen freien Alltag

Wie Agoraphobie entsteht, warum Vermeidung die Angst verstärken kann und welche Behandlungsmöglichkeiten helfen.

Frau bleibt angespannt auf einem belebten Platz stehen, während Passanten an ihr vorbeigehen
8 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert: 5. September 2026 Geprüft und freigegeben durch Psychotherapeutin Lena Kleb
Lena Kleb

Lena Kleb

Psychotherapeut:in

39,00 €
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Über mich

Manchmal gerät das eigene Erleben aus dem Gleichgewicht: Gedanken kreisen, Gefühle werden intensiv oder wiederkehrende Muster stehen im Weg. In solchen Phasen kann es hilfreich sein, einen geschützten Raum zu haben, um die eigene Situation klarer zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Ich bin Psychologin (M.Sc.) und Psychotherapeutin mit Fachkunde Verhaltenstherapie und arbeite seit 2018 im klinisch-psychologischen Bereich mit Erwachsenen. In dieser Zeit habe ich Menschen mit unterschiedlichen psychischen Belastungen, Lebensfragen und Veränderungsprozessen begleitet.

Auf dieser Plattform biete ich psychologische Beratung an. Sie richtet sich an Menschen, die ihre Situation reflektieren, innere Zusammenhänge besser verstehen und konkrete Veränderungen im Alltag entwickeln möchten.

Du musst noch nicht genau wissen, was dein Problem ist oder was „richtig“ oder „falsch“ ist – wir sortieren gemeinsam, was gerade wichtig ist.

Auch biografische Erfahrungen und wiederkehrende Muster können Teil der Gespräche sein, sofern sie dem Verständnis aktueller Themen dienen. Ziel ist ein differenziertes Verständnis deiner Situation sowie die Entwicklung hilfreicher, alltagsnaher Strategien.

Meine Arbeitsweise orientiert sich an wissenschaftlich fundierten verhaltenstherapeutischen Konzepten und aktuellen psychologischen Erkenntnissen. Ich verbinde strukturierte Analyse mit einer wertschätzenden Haltung auf Augenhöhe und klarer Zielsetzung.

Du bestimmst, was du teilen möchtest und in welcher Tiefe wir arbeiten. Du musst nichts vorbereiten – entscheidend ist die Bereitschaft, dich mit deiner aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Die nächsten Schritte entwickeln wir gemeinsam, in einem Tempo, das für dich stimmig ist.

Qualifikation

  • Von 09/2012 bis 04/2016 B. Sc. Psychologie
  • Von 04/2016 bis 09/2018 M. Sc. Psychologie
  • Von 10/2020 bis 05/2025 Approbation als Psychologische Psychotherapeutin

Bewertungen (16)

GrasHain.7288 30.08.2026

Sehr sympathisch, emphatisch und ruhig. Es hat sich für mich sehr gut angefühlt :)

EuleGlockenblume.2663 19.08.2026

Toller Ersttermin. Man fühlt sich ernst genommen und wird total empathisch empfangen und unterstützt. Freue mich auf die nächsten Termine

GoldfischSonne.6758 16.08.2026

Der Ersttermin hat exakt meinen Erwartungen entsprochen. Lena war extrem empathisch und hat mir mit viel Ruhe zugehört. Auch die Führung des Gesprächs war sehr angenehm und ruhig.

SeehundMarienkaefer.0125 02.08.2026

Lena ist sehr empathisch, geduldig und freundlich

EfeuSonne.3794 31.07.2026

Sehr sympathisch und kompetent!

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, in einem vollen Supermarkt einkaufen oder allein das Haus verlassen: Was für andere alltäglich ist, kann bei einer Agoraphobie zur Qual werden. Selbst einfache Wege erscheinen plötzlich kaum noch zu bewältigen.

Manche Betroffene vermeiden bestimmte Orte zunächst nur gelegentlich. Mit der Zeit kann die Angst jedoch immer mehr Bereiche des Lebens bestimmen.

Agoraphobie wird häufig als „Platzangst“ bezeichnet. Diese Bezeichnung greift zu kurz. Es geht nicht nur um große oder offene Plätze. Im Mittelpunkt steht meist die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwierig erscheinen könnte oder in denen im Notfall keine schnelle Hilfe verfügbar wäre.

Das Wichtigste vorab

Agoraphobie ist behandelbar. Besonders bewährt ist die kognitive Verhaltenstherapie mit fachlich begleiteten Expositionsübungen. Neue, starke oder unklare körperliche Beschwerden sollten trotzdem ärztlich abgeklärt werden.

Was ist Agoraphobie?

Agoraphobie ist eine Angststörung. Betroffene fürchten Orte oder Situationen, weil sie dort möglicherweise nicht schnell entkommen oder keine Hilfe erhalten könnten. Häufig besteht die Sorge, eine Panikattacke zu bekommen, die Kontrolle zu verlieren, zusammenzubrechen oder sich vor anderen Menschen zu blamieren.

Typische Situationen

  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Volle Geschäfte und Einkaufszentren
  • Menschenmengen und Warteschlangen
  • Kinos, Theater oder Restaurants
  • Weite oder öffentliche Plätze
  • Fahrstühle und schwer verlassbare Orte
  • Autobahnen, Tunnel und Staus
  • Reisen und längere Wege allein

Nicht jede betroffene Person fürchtet dieselben Situationen. Manche können problemlos einkaufen, vermeiden aber Busse und Bahnen. Andere verlassen das Haus nur noch in Begleitung oder entfernen sich kaum von ihrem Wohnort.

In der ICD-10-GM wird Agoraphobie unter F40.0 eingeordnet. Dabei wird zwischen Agoraphobie ohne Panikstörung und Agoraphobie mit Panikstörung unterschieden. Eine Diagnose stellen qualifizierte Fachpersonen. Informationen zur Klassifikation bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Wie äußert sich Agoraphobie?

Agoraphobie zeigt sich durch Gedanken, körperliche Beschwerden und ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Typische Gedanken sind:

Ich komme hier nicht schnell genug weg.
Was passiert, wenn ich zusammenbreche?
Ich brauche jemanden bei mir, damit nichts passiert.

Körperliche Symptome können sein:

  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Schwindel und Benommenheit
  • Atemnot oder Engegefühl
  • Druck oder Schmerzen in der Brust
  • Zittern und Schwitzen
  • Übelkeit und Magenbeschwerden
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Gefühl von Unwirklichkeit

Die Beschwerden können sich sehr bedrohlich anfühlen. Viele Betroffene vermuten deshalb zunächst eine körperliche Erkrankung.

Neue Beschwerden ärztlich abklären lassen

Neu auftretende oder unklare Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden. Das gilt besonders bei starken Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder anderen akuten Beschwerden. Bei einem möglichen medizinischen Notfall wende dich an den Notruf 112.

Agoraphobie mit Panikstörung

Agoraphobie und Panikstörung können gemeinsam auftreten, müssen es aber nicht. Bei einer Panikattacke steigt die Angst innerhalb kurzer Zeit stark an. Nach einer solchen Attacke kann die Sorge vor einer Wiederholung entstehen. Betroffene beobachten ihren Körper zunehmend genau und meiden Situationen, in denen eine weitere Attacke besonders schlimm erscheinen würde.

Andere Menschen leiden unter Agoraphobie, ohne regelmäßig Panikattacken zu erleben. Sie spüren in bestimmten Situationen starke Unruhe oder Angst und schränken ihren Alltag deshalb immer weiter ein.

Agoraphobie, Klaustrophobie oder soziale Phobie?

Agoraphobie

Entscheidend ist die befürchtete fehlende Flucht- oder Hilfsmöglichkeit. Die Angst kann in offenen, engen oder vollen Situationen auftreten.

Klaustrophobie

Die Angst richtet sich vor allem auf enge oder geschlossene Räume, etwa Fahrstühle, Tunnel, Flugzeuge oder kleine Zimmer.

Soziale Phobie

Im Mittelpunkt steht die Angst, von anderen Menschen negativ bewertet, abgelehnt oder bloßgestellt zu werden.

Überschneidungen

Mehrere Ängste können gleichzeitig vorkommen. Entscheidend ist, wovor die Person in einer konkreten Situation Angst hat.

Wie entsteht der Kreislauf aus Angst und Vermeidung?

Viele Betroffene verlassen eine gefürchtete Situation, sobald die Angst stärker wird. Andere nehmen nur noch eine vertraute Begleitperson mit, setzen sich in der Bahn immer in die Nähe der Tür oder prüfen ständig, wo sich der nächste Ausgang befindet.

Solche Reaktionen bringen zunächst Erleichterung. Gleichzeitig kann das Gehirn daraus lernen: „Ich bin nur sicher, weil ich geflüchtet bin oder mich abgesichert habe.“ Die bedrohliche Erwartung wird nicht überprüft und die nächste ähnliche Situation erneut vermieden.

  1. 01

    Situation

    Ein voller Supermarkt, eine Bahnfahrt, eine Warteschlange.

  2. 02

    Angstreaktion

    Herzschlag, Atmung und Anspannung nehmen zu.

  3. 03

    Flucht oder Absicherung

    „Ich muss hier raus“ oder „Ich gehe nur in Begleitung.“

  4. 04

    Mehr Vermeidung

    Die Situation wird beim nächsten Mal ausgelassen.

Der persönliche Bewegungsradius kann dadurch immer kleiner werden. Einkäufe, Treffen, Reisen und berufliche Möglichkeiten fallen weg. Das Vermeiden ist keine persönliche Schwäche, sondern eine verständliche Schutzreaktion, die kurzfristig entlastet und die Angst langfristig aufrechterhalten kann. Auch das Bundesgesundheitsportal erklärt diesen Kreislauf.

Welche Ursachen kann Agoraphobie haben?

Agoraphobie hat meist nicht nur eine einzelne Ursache. Eine allgemeine Anfälligkeit für Angst, frühere Panikattacken, belastende Erfahrungen, länger anhaltender Stress und eine starke Aufmerksamkeit für körperliche Empfindungen können zusammenwirken.

Auch Gedanken über Kontrolle und Sicherheit sowie erlernte Ängste können eine Rolle spielen. Manchmal beginnt die Störung nach einer ersten Panikattacke an einem bestimmten Ort. Anschließend werden ähnliche Situationen vermieden. Bei anderen entwickelt sich die Angst schrittweise, ohne klar erkennbaren Beginn.

Erfahrungen in der Kindheit können die spätere Entwicklung beeinflussen. Eine Agoraphobie lässt sich aber nicht automatisch auf Erziehung, einzelne Kindheitserlebnisse oder das Verhalten der Eltern zurückführen.

Ist Agoraphobie heilbar?

Agoraphobie ist gut behandelbar. Viele Betroffene können ihre Ängste deutlich reduzieren und zuvor vermiedene Situationen wieder selbstständig bewältigen. Wie lange das dauert, hängt unter anderem von der Dauer und Stärke der Beschwerden, dem Ausmaß der Vermeidung und möglichen weiteren Erkrankungen ab.

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können in belastenden Lebensphasen wieder Angstsymptome auftreten. Das bedeutet nicht, dass die gesamte Entwicklung verloren ist. Erlernte Strategien können erneut angewendet und bei Bedarf mit professioneller Unterstützung aufgefrischt werden.

Wie wird Agoraphobie behandelt?

Eine zentrale Behandlungsmöglichkeit ist die Psychotherapie. Besonders gut untersucht ist die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsübungen. Dabei geht es darum, den persönlichen Angstkreislauf zu verstehen, Gedanken zu überprüfen, körperliche Reaktionen anders einzuordnen und Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten zu verändern. Empfehlungen enthält die S3-Leitlinie Angststörungen.

Exposition: Der Angst gezielt begegnen

Bei einer Exposition setzt sich die betroffene Person geplant mit einer gefürchteten Situation auseinander. Das kann eine kurze Busfahrt, ein Einkauf oder ein Aufenthalt in einer Warteschlange sein. Ziel ist nicht, die Angst gewaltsam zu unterdrücken oder zu warten, bis sie vollständig verschwindet.

Wichtig ist neues Lernen: Eine befürchtete Folge tritt nicht ein, fällt anders aus als erwartet oder die Situation kann trotz vorhandener Angst bewältigt werden. Die bisherigen Gefahrenerwartungen werden so um neue Erfahrungen ergänzt.

Exposition gehört in fachliche Begleitung

Bei ausgeprägter Agoraphobie sollte die Exposition psychotherapeutisch geplant und begleitet werden. Von unvorbereiteten Selbstversuchen deutlich über der eigenen Belastungsgrenze ist abzuraten.

Kann ich Agoraphobie selbst behandeln?

Bei leichten Beschwerden können seriöse Selbsthilfeangebote und bewusste Veränderungen im Alltag unterstützen.

Hilfreich kann sein:

  • Sich über den Angstkreislauf informieren
  • Vermiedene Situationen und Fortschritte notieren
  • Auf ausreichend Schlaf und Bewegung achten
  • Eine vertraute Person über die Beschwerden informieren

Atem- und Entspannungsübungen können die allgemeine Anspannung senken. Sie sollten jedoch nicht zu einer neuen Voraussetzung werden, ohne die eine gefürchtete Situation angeblich nicht bewältigt werden kann.

Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Wenn die Angst den Alltag deutlich einschränkt, Panikattacken auftreten oder der Bewegungsradius immer kleiner wird, sollte bei Bedarf eine Psychotherapie in Anspruch genommen werden.

Wie lange dauert Agoraphobie?

Es gibt keine feste Dauer. Ohne passende Behandlung kann eine Agoraphobie über Monate oder Jahre bestehen und sich auf weitere Lebensbereiche ausweiten. Mit professioneller Hilfe können sich erste Veränderungen früher zeigen. Eine nachhaltige Behandlung benötigt jedoch Zeit und wiederholte neue Erfahrungen.

Entscheidend ist weniger, wie schnell jede Angst verschwindet. Wichtiger ist, ob der Alltag wieder freier wird und die betroffene Person trotz anfänglicher Unsicherheit mehr Situationen bewältigen kann.

Wie verhalten sich Menschen mit Agoraphobie?

Agoraphobie ist von außen nicht immer erkennbar. Viele Betroffene fahren nur zu bestimmten Uhrzeiten, kennen alle Ausgänge eines Gebäudes, nehmen stets Wasser mit oder sagen Einladungen unter anderen Begründungen ab. Manche wirken nach außen selbstständig, richten ihren Alltag aber vollständig nach der Angst aus.

Andere sind stark auf vertraute Begleitpersonen angewiesen. Angehörige können unterstützen, sollten aber nicht dauerhaft jede gefürchtete Situation übernehmen. Hilfreicher ist es, vereinbarte Behandlungsschritte zu bestärken und Fortschritte anzuerkennen.

Wie kann PSYNOW bei Ängsten unterstützen?

PSYNOW ist eine direkte Anlaufstelle für psychologische Beratung. Bei uns beraten qualifizierte Psycholog:innen und approbierte Psychotherapeut:innen mit denselben anerkannten Qualifikationen, wie sie auch in Praxen und Kliniken tätig sind.

Im Gespräch können deine aktuelle Situation, persönliche Belastungen und mögliche Ursachen besprochen werden. Gemeinsam schaut ihr, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und ob zusätzlich eine psychotherapeutische oder ärztliche Abklärung hilfreich sein könnte.

Wenn eine Psychotherapie notwendig oder sinnvoll erscheint, kann die Beratung zur Orientierung und Überbrückung bis zu einem Therapieplatz dienen. Unsere Fachkräfte sind dazu ausgebildet, die Grenzen der Online-Begleitung zu erkennen und offen mit dir zu besprechen.

Sortiere deine Situation mit einer Fachperson.

Du musst vor einem Gespräch nicht bereits wissen, ob das, was du erlebst, eine Agoraphobie, eine Panikstörung oder etwas anderes ist. Genau solche Fragen darfst du mitbringen.
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Wann sollte ich professionelle Hilfe suchen?

Professionelle Unterstützung ist wichtig, wenn:

  • Du vermeidest immer mehr Situationen.
  • Du verlässt das Haus nur noch selten oder in Begleitung.
  • Angst und Panik beeinträchtigen Beruf, Beziehungen und Lebensqualität.
  • Rückzug oder depressive Beschwerden nehmen zu.
  • Du versuchst, die Angst mit Alkohol oder anderen Substanzen auszuhalten.

Eine psychotherapeutische Sprechstunde kannst du direkt bei einer Praxis oder über den Terminservice der 116117 vereinbaren.

Im Notfall

Bei akuten körperlichen Beschwerden, unmittelbarer Gefahr oder wenn du dich nicht sicher fühlst, wähle 112. Bei Suizidgedanken oder einer schweren psychischen Krise solltest du sofort psychiatrische, ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

PSYNOW bietet psychologische Online-Beratung. Das Angebot ersetzt keine gegebenenfalls notwendige ärztliche Diagnostik, medikamentöse Behandlung oder Psychotherapie.

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Patricia Klose

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Über mich

Ich fühle mich der systemischen Arbeitsweise sehr verbunden. Im beraterischen Kontext lege ich Wert darauf, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, neugierig zu bleiben statt bewertend, den Kontext von Problemen mitzudenken sowie den Raum an Möglichkeiten zu erweitern.

Ich verstehe Probleme als Lösungsversuche, die in bestimmten Kontexten ihren Sinn hatten bzw. haben, in anderen Kontexten jedoch negative Konsequenzen nach sich ziehen. Gemeinsam möchte ich mit Ihnen auf die Suche gehen, welche anderen Lösungen möglich sind... und bereits in Ihnen schlummern!

Mir liegt eine queersensible und traumasensible Arbeitsweise am Herzen.

Qualifikation

  • Von 04/2016 bis 09/2020 Bachelorstudium Psychologie an Universität Leipzig
  • Von 05/2019 bis 09/2021 Telefonberatung beim Zuhör- und Sorgentelefon Nightline an Universität Leipzig
  • Von 01/2020 bis 08/2021 Mitorganisation des inklusiven Nachhaltigkeitsfests Funkensprung
  • Von 04/2020 bis 09/2023 Bachelorstudium Ostslawistik (ohne Abschluss) an Universität Leipzig
  • Von 10/2020 bis 09/2023 Masterstudium Psychologie an Universität Leipzig
  • Von 10/2023 bis 12/2024 Psycholog:in in Psychosozialem Zentrum in Chemnitz (psychosoziale Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationsgeschichte)
  • Von 10/2024 bis aktuell Psychotherapie-Ausbildung am systemischen Institut IST in Berlin
  • Von 10/2024 bis aktuell Weiterbildung in traumatherapeutischer Arbeitsweise (wie PITT und CIPBS) am IST in Berlin
  • Von 04/2025 bis aktuell Psycholog:in in psychosomatischer Klinik in Bad Steben (erst auf Reha-Station, derzeit auf Akut-Station)

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Über mich

Hallo und herzlich Willkommen! 🥰

Gerne möchte ich Ihnen einen Raum bieten, in dem Sie sich selber und anderen wieder näher kommen, sich verstanden und angenommen fühlen können. Ein Teil meiner Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit Bindungserfahrungen und Beziehungsmustern (Schemata) und wie sie im Zusammenhang mit unserem heutigen Verhalten/Gedanken/Gefühlen stehen. Ich lege einen besonderen Wert darauf, sich selbst zu verstehen, Mitgefühl mit sich selbst aufzubauen und heilsamere Wege zu entwickeln.

Was erwartet Sie? In den ersten Sitzungen geht es zunächst darum, Sie, Ihre aktuelle Situation und Ihre Anliegen besser kennenzulernen. Auf dieser Grundlage vereinbaren wir gemeinsam Ziele und schauen anschließend Schritt für Schritt, welche Wege hilfreich sein können, um belastende Muster oder Teufelskreise besser zu verstehen und zu verändern. Sie bestimmen dabei mit, in welchem Tempo wir arbeiten und welche Themen für Sie im Vordergrund stehen. Die Häufigkeit der Termine richtet sich nach Ihrem Bedarf und meinen aktuellen Verfügbarkeiten.

Damit Sie auch ein Gefühl haben, wer sich hinter meiner Person verbirgt: Ich verbringe gerne Zeit in der Natur mit meiner Maltipoo-Hündin und mit meinem Partner, treffe mich mit meinen Freunden, wo wir leckeres Essen genießen, meditiere und schlürfe gerne Grüntee. Ich interessiere mich für den Buddhismus, alles, was mit Psychologie zu tun hat, das Kochen/Backen und Menschen zu verstehen. Ich freue mich, Sie kennenzulernen!

Qualifikation

  • Von 08/2016 bis 02/2020 Bachelor of Science in Psychology & Management
  • Von 09/2020 bis 09/2021 Master of Science in Psychologie (University of Glasgow)
  • Von 10/2021 bis 02/2023 Unternehmensberaterin PricewaterhouseCoopers
  • Von 03/2023 bis 02/2026 Psychologin in einer psychosomatischen Klinik (MEDIAN Klinik)
  • Von 03/2026 bis aktuell Selbstständige Psychologin in Online-Praxis (MAM Mind Matters)

Bewertungen (3)

SchmetterlingNebel.3354 17.08.2026

Sehr freundlich und aufmerksam. Unaufdringlich und behutsam. War ein sehr angenehmes Gespräch. Habe auch machbare Vorschläge bekommen. Bin froh Frau Dr. Mölling kennenlernt zu haben. Vielen Dank Ihr!

AhornWind.3783 30.07.2026

Sehr einfühlsam, sehr angenehme Gesprächspartnerin, ich hatte direkt das Gefühl mich öffnen zu können.

SeehundWaschbaer.9817 05.06.2026

Sehr sympathisch und einfühlsam schon im ersten Gespräch. Es hat mir jetzt schon sehr geholfen. :)

Klinische:r Psycholog:in

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Julia Hanschen

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Über mich

Wir brauchen jemanden an unserer Seite, von dem wir sicher sein können, dass er uns so lange zuhört, bis wir selbst wieder wissen woran wir sind  und was wir zu tun haben.

Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne. Als mein zweiter Sohn geboren wurde, wäre er uns zu Hause beinahe erstickt. Er hatte Reste von Fruchtwasser in der Lunge. Ich stand damals unter Schock, unfähig den Notruf abzusetzen. Es ist gut gegangen.

Die Momente bis der Notarzt eintraf und mein Sohn wieder atmete werde ich nie vergessen. Nie wieder in meinem Leben wollte ich diese lähmende Ohnmacht und Hilflosigkeit erleben.

Heute arbeite ich als klinische Psychologin und Fachpsychologin für Notfallpsychologie  im Asklepios Klinikum Nord in Hamburg sowie in der Psychosozialen Notfallversorgung von Betroffenen und Einsatzkräften.

Es ist zu meiner Aufgabe geworden Menschen genau da zu begleiten wo und wann ich am dringendsten gebraucht werde. Akut. Pragmatisch. Stabilisierend. Orientierung und Halt gebend. In dem Augenblick wo alles auseinander fällt. Wo wir ein Gegenüber am dringendsten brauchen.

In meiner Arbeit schaffe ich einen „sicheren Raum“. Draußen an der Einsatzstelle, im Videocall oder auf dem Stationsflur einer Intensivstation. Ich orientiere mich an dem was gerade ist, was jetzt gebraucht wird. Inmitten aller Schwierigkeiten brauchen wir Sicherheit & Verbundenheit, das  „Wozu“ im Leben und den „guten Grund“ hinter den Symptomen.

Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Zugehörigen und Einsatzkräften in unterschiedlichsten herausfordernden Lebenssituationen, unter existenzieller Bedrohung, mit psychischen Beschwerden oder psychologischen Fragestellungen.

Das was dir gerade Schwierigkeiten bereitet, muss nicht immer gleich die große  „Katastrophe" sein. Manchmal bringen uns vermeintlich kleine Dinge unerwartet aus der Bahn. Auch dafür gibt es gute Gründe. Auch das will gesehen werden!



Qualifikation

  • Von 04/2011 bis aktuell Fachkraft für Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene PSNV-B
  • Von 04/2011 bis aktuell Fachkraft für psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte PSNV-E
  • Von 04/2011 bis 03/2014 Bachelor Psychologie
  • Von 04/2014 bis 03/2016 Master klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Von 02/2015 bis 01/2016 Psychiatr. Tagesklinik für Kinder-u. Jugendliche Regio Klinikum Elmshorn
  • Von 02/2016 bis 02/2018 Dozentin u. Lt. Einsatznachsorge Rettungsdienstkooperation SH
  • Von 03/2016 bis 02/2020 Rettungssanitäterin
  • Von 09/2018 bis 10/2018 Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde für Psychotherapie
  • Von 09/2019 bis 12/2021 Sozialpsychiatrischer Dienst Kreis Segeberg/ Neumünster
  • Von 02/2021 bis 12/2022 Traumazentrierte Fachberatung
  • Von 02/2022 bis aktuell Stationspsychologin Asklepios Nord Heidberg
  • Von 04/2022 bis 09/2022 Fachpsychologin für Notfallpsychologie BDP
  • Von 09/2022 bis 12/2022 Hypnosetherapie Lehrgang
  • Von 06/2023 bis aktuell Trainerin der Landespolizei Schleswig-Holstein
  • Von 04/2025 bis 07/2025 Angestellte im Polizeidienst

Bewertungen (5)

NelkeRose.8697 23.08.2026

Sehr gutes Erstgespräch, das sehr gut tat

QuelleSeerose.7158 17.07.2026

Sehr gute Zuhörerin, die viele hilfreiche Denkanstöße gibt.

LindeKlee.2176 22.05.2026

Eine wirklich tolle Zuhörerin mit dem Talent auch gute Ratschläge auf die jeweiligen Situationen zu geben. Julia ist sehr erfahren, das spürt man und mal fühlt sich immer geborgen und geschützt. Technisch funktioniert immer alles einwandfrei und obwohl man online die Termine wahrnimmt, fühlt man sich ganz nah. ich kann Julia nur empfehlen.

NebelWaschbaer.9414 14.05.2026

Es war ein sehr angenehmes und nettes Gespräch mit der Julia. Vielen Dank

FalkeIgel.7343 24.04.2026

Ich fühle mich sehr gut aufgehoben und kann Julia Hanschen jedem weiterempfehlen. Sie hört extrem gut zu, hat eine hohe Empathie und gute Tools im Gepäck, die mir persönlich bisher sehr weitergeholfen haben.

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Häufige Fragen zur Agoraphobie

Was genau ist Agoraphobie?

Agoraphobie ist die ausgeprägte Angst vor Situationen, in denen eine Flucht schwierig erscheinen oder im Notfall keine schnelle Hilfe verfügbar sein könnte. Dazu gehören öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, Geschäfte oder weite Wege außerhalb der eigenen Wohnung.

Ist Agoraphobie dasselbe wie Platzangst?

Agoraphobie wird umgangssprachlich häufig Platzangst genannt. Der Begriff ist irreführend, weil die Angst nicht nur auf großen Plätzen auftritt. Auch enge, volle oder schwer verlassbare Situationen können betroffen sein.

Welche Symptome sind typisch?

Typisch sind starke Angst, Vermeidungsverhalten und körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen, Zittern oder Übelkeit. Nicht alle Betroffenen erleben dieselben Symptome.

Welcher ICD-Code gilt bei Agoraphobie?

In der ICD-10-GM wird Agoraphobie unter F40.0 geführt. F40.00 bezeichnet Agoraphobie ohne Panikstörung, F40.01 Agoraphobie mit Panikstörung.

Kann eine Agoraphobie plötzlich entstehen?

Ja. Bei manchen Menschen beginnt sie nach einer unerwarteten Panikattacke. Bei anderen entwickelt sie sich über einen längeren Zeitraum und breitet sich allmählich auf weitere Situationen aus.

Was ist der Teufelskreis der Agoraphobie?

Eine Situation löst Angst und körperliche Reaktionen aus. Diese werden als Gefahr bewertet, wodurch die Angst weiter steigt. Flucht und Vermeidung bringen kurzfristige Erleichterung, bestätigen aber langfristig die Vorstellung, dass die Situation gefährlich sei.

Kann man trotz Agoraphobie Auto fahren?

Das ist individuell. Manche Betroffene fahren ohne Probleme, andere meiden Autobahnen, Tunnel, Staus oder längere Strecken. Entscheidend ist, welche Situationen mit dem Gefühl verbunden sind, nicht schnell entkommen zu können.

Welche Therapie hilft bei Agoraphobie?

Besonders bewährt ist die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition. Dabei werden angstauslösende Gedanken und Verhaltensweisen bearbeitet und gefürchtete Situationen gezielt wieder aufgesucht. Die Behandlung sollte nach einer fachlichen Diagnostik individuell geplant werden.

Kann Agoraphobie von allein verschwinden?

Leichte Ängste können sich verändern. Eine ausgeprägte Agoraphobie verschwindet jedoch häufig nicht dauerhaft von selbst. Durch zunehmende Vermeidung kann sie sich verstärken. Frühe professionelle Unterstützung ist deshalb sinnvoll.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung. Da Symptome einer Agoraphobie teilweise körperlichen Erkrankungen ähneln können, sollten neue, starke oder ungewohnte Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Bei einem möglichen medizinischen Notfall wende dich an den Notruf 112.

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